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Der ultimative Pflege-Guide für Sportbekleidung
In der richtigen Pflege liegt das Geheimnis: Sie können die Lebensdauer Ihres Sport-Outfits um Jahre verlängern – und das ganz ohne großen Mehraufwand. Wie Ihnen das gelingt? Wir haben alle relevanten Informationen und praktischen Tipps für Sie im Überblick zusammengefasst.
Aufs Waschen kommt es an
Das erste Gebot bei der Pflege von Funktionskleidung lautet: das richtige Waschen. Damit die synthetischen Fasern ihre atmungsaktiven Eigenschaften nicht verlieren, sollten Sie die wichtigsten Grundregeln der Textilpflege beachten:
- Getrennt waschen: Waschen Sie Ihre Funktions- und Sportkleidung stets getrennt von der restlichen Wäsche. Somit verhindern Sie, dass sich abgelöste Baumwollfasern in den feinen Zwischenräumen des Funktionsgewebes festsetzen.
- Auf links drehen: Drehen Sie die Funktionskleidung vor jedem Waschgang auf links. Dadurch schützen Sie das empfindliche Außenmaterial effektiv vor Abrieb und Pilling.
- Verschlüsse schließen: Schließen Sie alle Reiß- und Klettverschlüsse Ihrer Sportswear vor dem Waschen. So verhindern Sie, dass spitze Kanten und raue Oberflächen Löcher in die Kleidung reißen – und obendrein schonen Sie damit Ihre Waschmaschine.
- Wäschesack nutzen: Waschen Sie Ihre Sportbekleidung idealerweise in einem eigenen Wäschesack, um mechanische Beschädigungen aller Art während des Schleudergangs zu vermeiden.
- Ist die Funktionskleidung bereits vor dem Waschen beschädigt, reparieren Sie diese am besten, bevor Sie sie in die Waschmaschine geben. Dadurch werden etwaige Risse nicht noch vergrößert.
- Vorab reparieren: Ist die Funktionskleidung bereits vor dem Waschen beschädigt, reparieren Sie diese am besten, bevor Sie sie in die Waschmaschine geben. Dadurch verhindern Sie, dass sich etwaige Risse weiter vergrößern.
- Verzicht auf Weichspüler & Pulver: Verzichten Sie unbedingt auf Weichspüler, Waschpulver und aggressive Fleckenentferner! Durch den Einsatz von Weichspüler verkleben die Fasern, wodurch die Sportwäsche ihre atmungsaktive und wasserabweisende Funktion verliert. Waschpulver löst sich oft nicht rückstandslos auf und setzt sich in den Poren des Gewebes fest. Auch Fleckenentferner sind für Sportswear häufig schädlich, da die aggressiven Chemikalien das sensible synthetische Gewebe angreifen. Verwenden Sie stattdessen flüssiges Funktionswaschmittel oder alternativ ein mildes Feinwaschmittel.
Sport-BH waschen: Maximaler Halt durch die richtige Pflege
Ein Sport-BH leistet bei intensiven Workouts Schwerstarbeit und muss extremen Belastungen standhalten. Damit das elastische Material und die stützende Funktion langfristig erhalten bleiben, ist die richtige Reinigung entscheidend.
Generell gilt: Ein Sport-BH darf in die Waschmaschine, allerdings nur unter bestimmten Bedingungen. Beachten Sie für ein langlebiges Material folgende Punkte:
- Wäschesack ist Pflicht: Waschen Sie Ihren Sport-BH immer in einem Wäschenetz. Das schützt die empfindlichen Träger, Haken und Ösen davor, sich in der Trommel zu verfangen oder andere Kleidungsstücke zu beschädigen.
- Verschlüsse schließen & Pads entnehmen: Schließen Sie vor dem Waschgang alle Haken. Falls Ihr Sport-BH herausnehmbare Polster (Pads) hat, nehmen Sie diese am besten heraus und waschen sie separat per Hand, damit sie nicht verformen oder knittern.
- Der richtige Waschgang: Wählen Sie den Fein- oder Pflegeleicht-Gang bei maximal 30 bis 40 Grad und eine niedrige Schleuderzahl (max. 800 Umdrehungen).
- Bloß kein Weichspüler: Wie bei der restlichen Funktionskleidung gilt auch hier ein absolutes Weichspüler-Verbot. Er zerstört die Elastan-Fasern, wodurch der BH schneller ausleiert und seinen Halt verliert.
Niemals in den Trockner: Die Hitze des Trockners lässt die elastischen Bänder spröde werden. Lassen Sie den Sport-BH stattdessen flach auf dem Wäscheständer an der Luft trocknen (nicht an den Trägern aufhängen, da sie sonst ausleiern).
Wie oft sollte man Funktionsunterwäsche und Sportbekleidung waschen?
Fest steht: Funktionswäsche sollte nach jedem intensiven Training gereinigt werden – doch nicht zwingend in der Waschmaschine! Bei einer zu häufigen Maschinenwäsche verlieren die feinen synthetischen Fasern rascher ihre Funktionalität.
Reinigen Sie Ihre Sportswear stattdessen nach leichten Trainingseinheiten im Zuge einer einfachen Handwäsche mit einem schonenden Waschmittel und handwarmem Wasser (maximal 30 Grad). Das reicht vollkommen aus, um Schweiß, Salze und oberflächlichen Schmutz zuverlässig zu entfernen. Erst nach jeder dritten bis vierten Trainingseinheit sollte die Funktionskleidung für eine gründliche Reinigung in die Waschmaschine wandern.
Hinweis: Auch Ihr Sport-Equipment abseits der Kleidung bedarf einer regelmäßigen Pflege. Vergessen Sie daher nicht, auch Rucksäcke, den Regenschutz und weiteres Zubehör immer wieder gründlich zu reinigen.
Sport-Equipment reinigen: Was darf nicht in die Waschmaschine?
Die richtige Pflege ist für die gesamte sportliche Ausrüstung wichtig, doch nicht alles ist für die Waschmaschine geeignet. Yoga-Matten und Trinkflaschen haben darin beispielsweise nichts zu suchen. Wie Sie diese Gegenstände trotzdem dauerhaft sauber und keimfrei halten? Ganz einfach!
Ihre Yoga-Matte besprühen Sie idealerweise regelmäßig mit einer desinfizierenden Lösung und wischen sie danach gründlich ab. Alternativ können Sie auf eine selbstgemachte Wasser-Essig-Mischung im Verhältnis 3:1 zurückgreifen. Die Reinigung der Trinkflasche kann – je nach Material und Design – zumeist der Geschirrspüler übernehmen. Ansonsten lassen sich viele Modelle unkompliziert per Hand mit einer Flaschenbürste pflegen.
Tipp: Wie Sie hartnäckige Rückstände und Gerüche aus Trinkflaschen komplett entfernen, erfahren Sie in unserem Beitrag über das richtige Reinigen von Trinkflaschen und Trinkblasen.
Richtiges Trocknen der Sportkleidung
Nach der Wäsche folgt das Trocknen – und auch hier sollten Sie vorab stets die Pflegehinweise prüfen. Ist das quadratische Symbol mit dem Kreis darin durchgestrichen, darf das Kleidungsstück keinesfalls im Wäschetrockner landen. Generell gibt es zwei sichere Möglichkeiten, Ihre Sportkleidung zu trocknen und dabei unversehrt zu halten:
- Lufttrocknen an einem schattigen Ort: Wenn Sie Ihre Funktionskleidung lufttrocknen lassen, sollten Sie direktes Sonnenlicht unbedingt vermeiden. Die UV-Strahlung bewirkt oft unschöne Verfärbungen, bleicht die Farben aus und kann die synthetischen Fasern brüchig machen.
- Schonendes Trocknen im Wäschetrockner: Falls laut Etikett erlaubt, geben Sie die Funktionskleidung in den Trockner. Nutzen Sie hierfür jedoch idealerweise das spezielle Sport- oder Schonprogramm bei niedriger Temperatur und begrenzen Sie die Zeit auf maximal 20 Minuten.
Gut zu wissen: Besondere Materialien erfordern auch beim Trocknen spezifische Maßnahmen. Ein dicker Daunenstoff benötigt beispielsweise eine völlig andere Pflege als herkömmliche Funktionswäsche aus Synthetikfasern, da Daunen im Trockner mit Tennisbällen aufgelockert werden müssen, um nicht zu verkleben.
Funktionskleidung imprägnieren: So bleibt der Wetterschutz erhalten
Hochwertige Funktionskleidung umfasst meist mehrere Schichten – vom First Layer direkt auf der Haut über das wärmende Longsleeve-Shirt bis hin zur schützenden, imprägnierten Wind- oder Regenjacke. Die Imprägnierung, auch DWR-Beschichtung („durable water repellent“ = dauerhaft wasserabweisend) genannt, verschafft der äußersten Schicht Ihrer Sportswear einen verlässlichen Schutz vor Nässe. Sie bewirkt, dass Wasser, Schnee und Schmutz an der Oberfläche einfach abperlen und nicht bis zur Haut durchdringen. Damit dieser Schutz langfristig aufrechterhalten bleibt, ist es besonders wichtig, die Imprägnierung der Funktionskleidung richtig zu handhaben.
Anleitung: Wie Sie die Imprägnierung richtig erneuern
Durch das regelmäßige Tragen, Abrieb (beispielsweise durch die Gurte eines Rucksacks) sowie nach einigen Waschgängen lässt die Wirksamkeit der DWR-Beschichtung spürbar nach. Deshalb sollten Sie die Imprägnierung regelmäßig reaktivieren oder komplett erneuern.
- Schritt 1 (Reaktivierung durch Wärme): Oft reicht Wärme aus, um die vorhandene Imprägnierung wieder zu aktivieren. Föhnen Sie das Kleidungsstück dafür einfach mit einem gewöhnlichen Haartrockner von außen warm an oder geben Sie es – sofern laut Pflegeetikett zulässig – für kurze Zeit in den Wäschetrockner.
- Schritt 2 (Neuimprägnierung): Perlt das Wasser danach immer noch nicht ab, sollten Sie ein silikonfreies Imprägnierungsspray nutzen. Sprühen Sie dieses gleichmäßig auf die Außenseite des sauberen, leicht feuchten oder trockenen Kleidungsstücks auf.
Welches Waschmittel eignet sich am besten für Funktionskleidung?
Für Sport- und Funktionskleidung sollten Sie spezielle flüssige Sport- oder Funktionswaschmittel verwenden. Diese reinigen die synthetischen Fasern gründlich, schonen die empfindlichen Membranen und neutralisieren Gerüche effektiv. Alternativ können Sie ein mildes Feinwaschmittel nutzen. Vermeiden Sie herkömmliches Waschpulver und
Warum darf man für Sportkleidung keinen Weichspüler verwenden?
Weichspüler enthält Inhaltsstoffe, die sich wie ein Film um die Fasern legen. Bei Funktionskleidung verkleben dadurch die feinen Poren und Membranen. Die Folge: Die Atmungsaktivität geht verloren, Schweiß wird nicht mehr nach außen transportiert und die wasserabweisende Funktion wird dauerhaft zerstört.
Wie oft sollte Funktionskleidung in die Waschmaschine?
Es wird empfohlen, die Kleidung nach jeder intensiven Sporteinheit zu reinigen. Um die Fasern zu schonen, reicht oft eine kurze Handwäsche mit lauwarmem Wasser aus. In die Waschmaschine sollte die Sportbekleidung etwa nach jedem dritten bis vierten Tragen wandern, um tiefersitzende Salze und Fette zuverlässig auszuwaschen.
Darf Funktionskleidung in den Wäschetrockner gegeben werden?
Das hängt streng vom jeweiligen Pflegeetikett ab. Viele moderne Funktionstextilien dürfen im Schon- oder Sportprogramm bei niedrigen Temperaturen für maximal 20 Minuten in den Trockner, was sogar hilft, die Imprägnierung zu reaktivieren. Ist das Symbol jedoch durchgestrichen, lassen Sie die Kleidung stattdessen an der Luft im Schatten trocknen.
Woran erkenne ich, dass ich meine Sportjacke neu imprägnieren muss?
Sie erkennen es am sogenannten „Abperleffekt“. Wenn Wassertropfen bei Regen nicht mehr sauber von der Oberfläche der Jacke abperlen, sondern das Obermaterial dunkler wird und sich mit Nässe vollsaugt, ist die DWR-Schicht abgenutzt. Dann ist es Zeit, die Imprägnierung durch Wärme zu reaktivieren oder ein Imprägnierungsspray aufzutragen.
Kann man Funktionskleidung normal schleudern?
Funktionsbekleidung sollte nur sehr schonend geschleudert werden. Wählen Sie ein Waschprogramm mit niedriger Schleuderdrehzahl (maximal 600 bis 800 Umdrehungen pro Minute). Zu starkes Schleudern setzt den Membranen und Beschichtungen mechanisch stark zu und kann die Funktionalität beeinträchtigen.









